Recklinghausen – polyzentrale Stadt mit alten und neuen Herausforderungen

Die Stadt Recklinghausen stellt sich in Sachen Mobilität neu auf und erarbeitet aktuell ein neues Mobilitätsentwicklungskonzept. Dieses soll Lösungsansätze auf aktuelle und zukünftige Problemstellungen innerhalb der Stadt – insbesondere zunehmende Verkehrsbelastungen und demographischer Wandel – liefern, aber auch über die Stadtgrenzen hinausgehende Herausforderungen – wie Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung und Pendlerverkehre – behandeln.

Zu diesem Zweck wurde die Planersocietät, ein Verkehrsplanungsbüro mit Hauptsitz in Dortmund, beauftragt ein Mobilitätsentwicklungskonzept mit der Stadtgesellschaft Recklinghausen zu erarbeiten. Dieses soll eine Mobilitätsstrategie für die nächsten 10 bis 15 Jahre darstellen sowie sinnvolle Maßnahmen und Handlungsfelder für die Stadt Recklinghausen aufzeigen.

Integrierte Herangehensweise des Mobilitätsentwicklungskonzepts

Die Organisation der privaten und öffentlichen Mobilität muss dabei einer Vielzahl an Aufgaben gerecht werden, denn Mobilität ist vielschichtig und komplex. Das Mobilitätsgeschehen spielt sich nicht nur auf den Straßen ab, sondern auch auf Gehwegen, Radwegen, landwirtschaftlichen Wegen, Schienenstrecken oder auf den Plätzen der Stadt sowie über die Stadtgrenzen hinaus (Pendlerverkehre). Mobilität bedeutet auch die Betrachtung aller Bevölkerungs- und Altersgruppen. Daher gehören zur Mobilität auch die Barrierefreiheit, die Qualitäten des öffentlichen Raumes, die Verkehrssicherheit oder die Möglichkeit, je nach Bedürfnis unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen zu können. Neuere Mobilitätsformen wie Carsharing, Ridesharing oder Elektromobilität und die Vernetzung der Verkehrsmittel sind aktuelle Themen, die Eingang in die Planungsstrategien finden müssen.

Gleichzeitig sind auch die negativen Effekte heutiger Mobilität in Recklinghausen zu betrachten. Dazu gehören zum Beispiel Lärm und Luftschadstoffe und der zu vermeidende Beitrag zum Klimawandel.

Neue Herausforderungen brauchen innovative Lösungswege

Die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der aktuellen und zukünftigen Mobilität erfordern ein zukunftsfähiges und integriertes Mobilitätsentwicklungskonzept. Dieses soll insbesondere einer bedarfsgerechten, bezahlbaren und nachhaltigen Infrastrukturentwicklung und Mobilitätsversorgung dienen, um die Mobilität sowohl auf die bereits heute bestehenden Herausforderungen als auch die der kommenden Jahre auszurichten. Es soll der Rahmen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung und -planung gesetzt und der Weg aufgezeigt werden, um die notwendigen Veränderungen in Recklinghausen einzuleiten.

Während der Analysephase wurden die folgenden Themenfelder definiert, die im Verlauf des Projektes weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden:

  • Fußverkehr & Straßenraumgestaltung,
  • Radverkehr,
  • Öffentlicher Personennahverkehr & Intermodalität
  • fließender & ruhender Kfz-Verkehr,
  • Mobilitätsmanagement & Öffentlichkeitsarbeit.

Anschließend werden die größten Stärken und Schwächen je Themenfeld in Recklinghausen aufgezeigt und vorrangige Handlungserfordernisse bestimmt. Im weiteren Projektverlauf werden diese Erkenntnisse - in Zusammenhang mit den zuvor noch festzulegenden Zielen - die Grundlage der Maßnahmenentwicklung bilden.

Gemeinsam zum Ziel

Die Beteiligung der Öffentlichkeit hat einen hohen Stellenwert im Prozess. Die gesamte Entwicklung des Konzepts erfolgt unter Beteiligung von Verwaltung, Politik, von Institutionen und Verbänden und der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind die eigentlichen Experten vor Ort, denn Sie sind täglich in Recklinghausen unterwegs.

Sie haben bereits Ideen und Anregungen für eine zukunftsfähige Mobilität in Recklinghausen? Gut, dann melden Sie sich gerne bei uns per Mail: mobilitaet@recklinghausen.de